Freitag, 20. Juli 2012

Maggie Stiefvater - Ruht das Licht


Verlag: script 5 
 Autor: Maggie Stiefvater 
Ausgabe: Gebunden 
 ISBN: 978-3-839-00118-9 
Preis: 18,90 € 
Bewertung: 4/5




Kurzbeschreibung
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.

Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.

Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird ...

(Quelle: Klappentext des Buches)


Autorin
Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst. Heute lebt die New York Times-Bestsellerautorin in den Bergen Virginias, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.


Eigene Meinung
Bevor ich dieses Buch las, habe ich natürlich den Vorgänger „Nach dem Sommer“ gelesen, von dem ich nur mäßig begeistert war. „Ruht das Licht“ gefiel mir besser. Der Schreibstil ist auch hier wieder sehr schön und angenehm zu lesen. Auch die Gestaltung des Buches gefällt mir wieder sehr gut, wie schon bei Band eins. Die Covers sehen sich zwar recht ähnlich (man sieht, dass die Bücher zusammengehören), aber alle drei Bände haben eine andere Farbe. Im Regal werden sie auf alle Fälle wunderschön zusammen aussehen.

Jetzt zum Inhalt:
Wie im Band eins wird auch in diesem die Geschichte von unterschiedlichen Personen erzählt. Neu hinzugekommen sind aber Isabel und Cole. Mir gefiel Isabel im ersten Band schon und auch hier wieder. Cole konnte ich am Anfang überhaupt nicht in die Geschichte einordnen, da er so plötzlich da war, so ohne Erklärung. Nach einer Weile wurde es dann klar, dass er einer der neuen Wölfe ist, die Beck am Ende von „Nach dem Sommer“ mitbrachte. Mit seiner Einstellung zu seinem Leben konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, die Flucht in einen Wolf ist feige, meiner Meinung nach. Irgendwie sind die Gründe, die die Autorin dafür anführt, auch fadenscheinig. Es gibt ja wohl schlimmere Sorgen als die seinen.
Graces Verwandlung in einen Wolf, welches sehr, sehr lang dauert, war irgendwie vorhersehbar, aber am Anfang für mich nicht ganz nachzuvollziehen. Aber im Laufe der Geschichte wurde alles schlüssiger und ergab auch Sinn. Auch gibt es kein Aufatmen mit Sam, der eigentlich „geheilt“ wurde. Der dritte Teil wird also spannend – hoffentlich!
Die Eltern von Grace waren mir im ersten Teil ja schon unsympathisch und es hat sich nicht geändert. Die verhalten sich unmöglich und übertrieben. Erst wollten sie keine richtigen Eltern sein und jetzt, wo die Tochter anfängt zu leben, wollen sie Übereltern sein und ihr Kind in allem bevormunden.

Fazit:
Eigentlich passiert in diesem Buch nicht viel und nur an manchen Stellen ist Spannung, aber dennoch gefiel mir dieser Teil besser, vielleicht auch deswegen, weil Graces und Sams Beziehung nicht so schnulzig war, sondern schon etwas gereifter. Auf den dritten Band kann man ehrlich gespannt sein, da das Ende des Zweiten spannend offen gehalten wurde. Ich hoffe auch, dass dann vielleicht auch wieder mal die Rede von Olivia sein wird, die in diesem Teil mehr oder weniger vergessen wird.

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