Sonntag, 25. Oktober 2015

Ali Shaw - Der Mann, der den Regen träumt


Verlag: script 5
Autor: Ali Shaw
Ausgabe: Hardcover
ISBN: 978-3-8390-0146-2
Preis: 18,95 €
Bewertung: 4/5

Inhalt:
Elsa lebt in New York zusammen mit Ihrem Freund und arbeitet bei einem Magazin, ist aber nicht wirklich glücklich mit ihrem Leben. Dann erfährt sie vom Tod ihres Vaters. Diese Nachricht lässt sie über ihr Leben nachdenken und sie beschließt New York, ihrer Arbeit und ihrem Freund den Rücken zu kehren. Sie reist in das kleine Örtchen Thunderstown, welches umgeben von 4 großen Bergen ist. 
Am ersten Tag durchstreift sie das kleine Städtchen und wird Zeugin von einem grausigen Ereignis. Ein Hund ist umringt von einigen Stadtbewohnern, die das Tier in eine Ecke gedrängt haben und lauthals auf das Tier einreden. Dann kommt ein Mann und redet ganz ruhig auf das verstörte Tier ein, doch plötzlich tötet der Mann das Tier ohne Vorwarnung. Elsa verstört dieses Ereignis sehr und kann es nicht verstehen. Dann macht sie eine Tour außerhalb der Stadt und trifft auf einen Mann, der sich vor ihren Augen in Nebel auflöst. Panisch ruft sie ihn zurück. Und so nimmt die Geschichte über Elsa und Finn ihren Lauf.

Autor:
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt.

Meine Meinung:
Gleich zum Anfang ist es das Cover, welches wieder ein absoluter Hingucker ist. Es hat zwar keinen silbernen Buchschnitt, wie das Erstlingswerk von Ali Shaw „Das Mädchen mit den gläsernen Füßen“, aber dennoch sieht es wunderschön aus mit seinen melancholischen, ja fast schon regnerischen Farben. Schon bei seinem ersten Buch konnte mich der Autor von seinem schönen, träumerischen und oft poetischen Schreibstil überzeugen. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Beim Lesen verschwimmt fast die reale Welt um einen und man taucht ab ins merkwürdige und märchenhafte Thunderstown umgeben von seinen Bergen. Die Geschichte an sich ist nicht besonders spannend, aber darauf kommt es bei diesem Buch auch nicht an. Durch den Mann aus den Bergen, der Regenmann, geht das Buch in die Richtung eines modernem Märchens, obwohl das Buch sehr realistisch geschrieben ist. Wie es scheint legt Ali Shaw sehr viel Wert auf detaillierte Beschreibungen, sodass der Leser mitten im Geschehen ist. Dabei ist es egal, ob die Beschreibungen etwas Schönes oder etwas Grausiges sind. Schon am Anfang des Buches hat mich die Tötung des Hundes zu tiefst erschreckt und dies bleibt eben kein Einzelfall in diesem Buch. Zum Ende hin nimmt die Geschichte etwas an Fahrt auf, auch wenn man schon viel früher ahnt, was da unweigerlich passieren muss. Aber dem tut es keinem Abbruch, eher im Gegenteil, finde ich. Manche mögen das Ende vielleicht erzwungen sehen, aber es ergibt einen Sinn. Das Ende ist wie in seinem ersten Buch nicht glücklich, aber das muss es ja auch nicht immer sein. 
Aufgrund seiner meist sehr ins Detail gehenden Schilderungen empfehle ich das Buch eher jungen Erwachsenen bis Erwachsene.

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