Donnerstag, 22. Oktober 2015

Brooke Davis - Noch so eine Tatsache über die Welt


Verlag: Antje Kunstmann
Autor: Brooke Davis
Ausgabe: Hardcover 
ISBN: 978-3-95614-053-2
Preis: 19,95 €
Bewertung: 4/5

Inhalt:
Das Buch dreht sich um drei Figuren - Millie (7), Karl (87) und Agatha (82) - die nicht unterschiedlicher hätten sein können.
Millie beginnt, nachdem sie ihren Hund tot aufgefunden hat, tote Dinge zu sammeln, d. h. sie schreibt sie in einem Buch auf. Leider muss Millie an 28. Stelle auch ihren Dad in das Buch eintragen. Drei Monate nach dem Tod des Vaters verlässt die Mutter auch noch das Kind. Sie setzt ihre Tochter in einem riesigen Einkaufszentrum aus. Da lernt Millie auch Karl kennen.
Karl wurde sozusagen auch von seiner Familie verlassen, sein Sohn schob ihn in ein Seniorenheim ab. Karl vermisst seine Frau Evie beinahe täglich - sie war seine ganz große Liebe. Er fühlt sich einsam. Agatha ist eine Nachbarin von Millie und auch sie ist allein. Ihr Mann Ron starb vor ein paar Jahren. Sie verlässt ihr Haus so gut wie nie. Ihr Tag hat eine strikte Routine, sie schreibt jede neue Falte oder Altersfleck in ihr Buch...
Zusammen machen sich alle drei auf den Weg die Mutter von Millie zu finden und erleben so manch Abenteuer.

Autorin:
Brooke Davis wurde in Bellbrae, Victoria (Australien) geboren. Sie studierte Creative Writing, u.a. an der University of Canberra, und arbeitete als Buchhändlerin. Schon während ihres Studiums wurde sie mit mehreren literarischen Preisen ausgezeichnet. Ihr Erstlingsroman "Noch so eine Tatsache über die Welt" erschien 2014 und wurde zum internationalen Bestseller.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist anders als ich bisher kenne. Keine Anführungszeichen bei Dialogen zum Beispiel, dies wurde nur kursiv dargestellt - anfangs etwas verwirrend, aber ich habe mich schnell damit arrangiert. Das Buch ist in vier Teile gegliedert und die Kapitel wechseln sich unter den Protagonisten Millie, Karl und Agatha ab. Finde ich sehr gelungen, denn so erfährt man die Gefühle und Eindrücke der jeweiligen Figuren. Alle drei sind mir sehr sympathisch, obwohl Agatha es einem nicht gerade leicht macht sie zu mögen.
Alle drei haben durch den Tod eines geliebten Menschen so einiges zu verarbeiten. Der Eine mehr als der Andere. Es ist sehr interessant, wie jeder einzelne dies bewältigt. Es ist eine gefühlvolle, aber auch mit viel Humor gespickte Geschichte, die zum Nachdenken anregt.
Mein schönster, aber zugleich auch traurigster Satz aus dem Buch von Millie auf Seite 172 ist:
"Alle Erwachsenen, die sie kennt, reißen Stücke aus ihrem Herz heraus und nehmen sie mit und geben sie nie mehr zurück"

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